Wiederholungen

Letztes Wochenende wurde ich wieder vom Tanzsport Verband Baden-Württemberg (TBW) für die Gala Veranstaltung in Enzklösterle im Schwarzwald gebucht. Seit 2002 stehe ich hier jedes Jahr auf der Bühne. Inzwischen ist es eine Kombination aus der Moderation des Abends und einzelnen Showacts. Damit es immer wieder abwechslungsreich ist, versuche ich immer wieder neue Stücke zu entwickeln. Dieses Jahr war es unter anderem ein neues Zauberstück. Den Text habe ich komplett in Reimen geschrieben. Die große Herausforderung dabei war es, den Text sehr schnell zu sprechen und dabei die Hände in der Geschwindigkeit mit zu koordinieren. So etwas geht nur durch ständige Wiederholungen über mehrere Wochen und Monate.

Wann werden wir in etwas richtig gut? Genau, durch Wiederholungen.
Dabei spielt es keine Rolle, ob es in der Schule, in der Arbeit im Leistungssport oder in der Freizeit ist.
Schule
Wie oft haben wir in der Schule versucht, die Vokabeln am Abend vorher noch zu lernen oder am besten noch kurz vor dem Test. Meine Tochter versucht das auch immer wieder.
Unser Gehirn funktioniert nicht so gut, wie sie sich das vorstellt. Mit der ersten Wiederholung wird in unserem Gehirn eine Verknüpfung hergestellt und diese mit jeder weiteren Wiederholungen immer intensiver ausgebaut. Deshalb ist es so wichtig, dass man die Vokabeln jeden Tag übt.
Sport
Im Tanzsport ist das genauso. Wie oft habe ich gedacht, dass ich die Bewegung jetzt beherrsche, um dann festzustellen, dass sie noch längst nicht in die Routine übergegangen ist. Ich hatte einen Trainer, der sagte immer: „bekanntes Wort mit sieben Buchstaben? Genau: Nochmal!“
Die Perfektion kommt aber nur durch die Wiederholung.

Wiederholung, Wiederholung und nochmals Wiederholung.

Arbeit
Wie ist das aber in der Arbeit?
In der Arbeit ist das ganz genauso. Daher ist es unglaublich wichtig, dass wir die Tools, mit denen wir arbeiten immer wieder verwenden.
Leider ist es manchmal nicht möglich. Entweder werden Tools ersetzt oder manche Tools werden nur alle paar Monate verwendet.
Und hier liegt ein Problem. Wenn wir manche Tools nicht regelmäßig verwenden, entsteht hier keine Routine, und wir brauchen für die Arbeit viel länger, als wir eigentlich bräuchten, weil wir wieder lernen müssen, mit dem Tool umzugehen.
Wenn wir eine Schulung zu einem Tool absolvieren, dann wir dieses Tool erst nach einem halben Jahr zum ersten Mal verwenden, ist die Schulung wenig hilfreich.
Ich veröffentliche jetzt seit Januar jede Woche einen Blogartikel. Ich bin gespannt wie diese Artikel nach einem Jahr aussehen, wenn ich das weiterhin wöchentlich wiederhole.

Ich wünsche euch eine wunderschöne Woche!